LANDWIRTSCHAFTLICHE BEREGNUNG


BEREGNUNGSVERBAND HESSISCHES RIED

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BEREGNUNG FÜR 5.400 HEKTAR AGRARFLÄCHE

Die Landwirtschaft im Hessischen Ried ist sehr vielseitig. Neben Getreide werden auch Zuckerrüben, Kartoffeln und Mais angebaut. Die Besonderheit liegt in der Vielfalt der Sonderkulturen. Spargel und Erdbeeren prägen das Bild auf vielen Flächen. Neben dem Anbau einer großen Anzahl verschiedener Arznei- und Gewürzkräuter spielt auch der Gemüsebau eine große Rolle. Der intensive Anbau hochwertiger landwirtschaftlicher Kulturen erfordert eine zuverlässige Bewässerung mit Wasser von einwandfreier Qualität.

Die landwirtschaftliche Beregnung liegt seit der Neuordnung der Verbände im Jahre 2015 in der Hand des Beregnungswasserverbandes Hessisches Ried (WHR-Beregnung). Der WHR-Beregnung hat die satzungsgemäße Aufgabe, „Wasser zur Beregnung von landwirtschaftlich oder gartenbaulich genutzten Grundstücken im Verbandsgebiet zu liefern“. Die hierfür benötigten Wassermengen werden auf der Grundlage langfristiger vertraglicher Vereinbarungen vom Oberverband „Wasserverband Hessisches Ried (WHR)“ geliefert. Die dazu notwendigen technischen Anlagen (Beregnungsleitungen und Tiefbrunnen) sind Eigentum des WHR und sind an den WHR-Beregnung verpachtet. Die Betriebsführung für diese Anlagen liegt beim WHR.

Innerhalb des Verbandsgebiets sind rund 5.400 Hektar (54 Quadratkilometer) landwirtschaftlich genutzte Fläche durch den WHR-Beregnung erschlossen. Gemäß Verbandsplan stehen dafür aus dem Brauchwasserwerk in Biebesheim bis zu 5 Millionen Kubikmeter/Jahr Beregnungswasser für das mittlere Hessische Ried zur Verfügung. Die Kapazitätsmengen, die über die für die Infiltration des WHR tatsächlich benötigten Bedarfsmengen hinausgehen, können dem WHR-Beregnung darüber hinaus zur Verfügung gestellt werden.

Die Bereitstellung des Beregnungswassers in den vom Verband versorgten Beregnungsflächen um Bürstadt und Lampertheim erfolgt mit Grundwasser, das aus Tiefbrunnenanlagen in der dortigen Gemarkung gefördert wird. Auch im mittleren Hessischen Ried werden zur Deckung von lokalem Spitzenbedarf oder zur Bereitstellung von Beregnungswassers während der Revisionszeiten des Brauchwasserwerks drei Tiefbrunnenanlagen betrieben.